Lohnt sich ein Praktikum bei PK?

Kilian wollte es herausfinden. Hier schreibt er über sein zweiwöchiges Schülerpraktikum. 

Schülerpraktikant Kilian im Workhub - Campus am Jungfernsee Potsdam, wo er an einem Teamtag teilgenommen hat. Foto: Lutz Langer

Ich habe während meines Praktikums bei PK Hagenau, das über zwei Wochen vom 24. November bis 5. Dezember ging, verschiedene Bereiche kennengelernt und vieles über den Betrieb und die einzelnen Abteilungen erfahren. Bevor ich dieses Praktikum gemacht habe, wusste ich nur wenig über das Arbeitsfeld, auf das sich die Firma konzentriert. Das ist auch einer der Gründe, warum ich dieses Praktikum machen wollte. Der Betrieb ist eine PR-Agentur, die verschiedene Dienstleistungen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit anbietet, etwa Unternehmensberatung und Eventorganisation. Die Kunden kommen im Wesentlichen aus der sozialen Wohnungswirtschaft.

Vor dem Start meines Praktikums bei PK erhielt ich einen Ablaufplan, der mir zuvor erstellt wurde, und durch den ich leichter wusste, welche Tätigkeiten anstehen und an welchen Aufgaben ich gerade arbeiten muss. Die Bereiche, in denen ich zum Großteil tätig war, waren die Print-Redaktion, Social Media und die Eventabteilung. Außerdem nahm ich an einem Teamtag teil. Alleinstehend sagen diese Begriffe noch nichts Konkretes, deswegen berichte ich jetzt, wie ich sie erlebt habe.

Zuerst habe ich die Print-Redaktion kennengelernt. Diese kümmert sich um die Planung, Recherche und Erstellung von verschiedenen Magazinen oder Broschüren. Ich habe, als ich dort die Redakteurin Sarah Stoffers unterstützt habe, im Stadtarchiv Akten und Ordner durchsucht und wichtige Unterlagen abgeschrieben. Das haben wir in Vorbereitung auf den 70. Jahrestag der Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 (PWG) gemacht, um Informationen für eine Chronik zur Geschichte der Genossenschaft herauszusuchen. Die PWG 1956 ist ein wichtiger Kunde von PK Hagenau, für den unter anderem das Genossenschafts-Magazin erstellt und der Social-Media-Auftritt betreut wird.

Foto: Lutz Langer

Das Durchsuchen der Akten erschien mir vorab eher langweilig, aber als ich selbst damit beschäftigt war, bemerkte ich, dass es sehr interessant ist und man viel erfährt, dass man zuvor noch nicht wusste. Es war auch sehr lehrreich, die alten Unterlagen anzusehen und dabei festzustellen, wie das damals verfasst wurde. Wir mussten beim Durchsuchen der Akten auch Lagepläne lesen und dabei konnte ich meine eigenen Erfahrungen mit einbringen. Das konnte ich, weil ich aus einem früheren Praktikum weiß, wie man Lagepläne jeder Art liest und dadurch konnte ich dieses Wissen in mein jetziges Praktikum übertragen.

Das Nächste, was ich in der Printredaktion erarbeitet habe, war ein kleiner Pro- und Kontra-Bericht darüber, ob als Redakteur KI-Nutzung beim Schreiben eines Textes erlaubt sein sollte oder nicht. Ich finde, das ist ein sehr wichtiges Thema, da es mehrere Vorteile, aber auch sehr viele Nachteile geben kann. Über dieses Thema konnte ich sehr viel sagen, weil ich schon viele positive, aber auch negative Erfahrungen mit KI gemacht habe und mich damit sehr gut auskenne. Das liegt auch an meinem Alter und meinem Schulalltag, in dem KI ein großes und umstrittenes Thema ist.

Der zweite Bereich, den ich kennenlernen durfte, war die Social-Media-Redaktion. Diese ist verantwortlich für audiovisuelle Medien, redaktionelle Betreuung von Websites und Social Media. Gerade mir als jüngere Person hat es viel Spaß bereitet und mich schon vorab neugierig gemacht, wie alles funktioniert und welche Aufgaben auf mich zukommen. In diesem Bereich habe ich gemeinsam mit Lutz Langer, dem Redakteur für Digitales und audiovisuelle Medien, verschiedene Aufgaben erledigt. Wir haben z. B. zusammen die Weihnachtsgrüße der PWG 1956 gedreht. Dort sind wir zu ihrem Servicebüro in der Innenstadt gefahren. Als wir ankamen, haben wir Scheinwerfer aufgestellt und den Raum etwas umgeräumt, damit er auf der Kamera schöner aussah. Die Frage, wie man das Bild durch den Hintergrund schöner machen kann, hat mich sehr interessiert, und Lutz Langer hat das sehr leicht verständlich erklärt, sodass ich davon auch etwas mitnehmen konnte.

Etwas anderes, das ich gemeinsam mit Lutz Langer gemacht habe, ist ein Reel zu drehen für die Initiative „Unternehmen bekennen Farbe”. Das ist ein Zusammenschluss von Potsdamer Unternehmerinnen und Unternehmern, die sich für einen respektvollen und offenen Umgang miteinander einsetzen, unabhängig von Hautfarbe, Religion oder Nationalität. Um das Reel zu drehen, sind wir zum Potsdamer Weihnachtszirkus gefahren und haben den Leiter interviewt und mehrere Fotos und Kurzvideos erstellt. Anders als erwartet, konnten wir erstmal nicht im Zelt drehen, da im Zelt noch aufgebaut wurde. Deshalb machten wir draußen ein paar Aufnahmen. Ich fand, das hat auch nochmal gezeigt, dass Spontanität in diesem Berufsfeld wichtig ist und sich Aufgaben von Tag zu Tag oder auch jede Stunde ändern können. 

Fotos: Lutz Langer

Der nächste Bereich, den ich kennenlernen durfte, war die Eventabteilung. Diese kümmert sich um die Organisation und Durchführung von Events. Ich habe dort die zwei Eventmanagerinnen Stefanie Lutzman und Mandy Müller sowie die Werkstudentin Josefine Huhn unterstützt. Als ich dort aushalf, habe ich zu regionalen und nachhaltigen Unternehmen recherchiert, die auf dem Lindenfest 2026 dabei sein könnten.

Das Lindenfest ist eine Veranstaltung in Lübbenau, die PK Hagenau gemeinsam mit der WIS Wohnungsbaugesellschaft Spreewald ins Leben gerufen hat und die gemeinsam von der GWG Gemeinschaftlichen Wohnungsbaugenossenschaft von Lübbenau und der Stadt selbst veranstaltet wird. Das Lindenfest ist ein Heimatfest und eines der wenigen Feste im Spreewald, das sich ausschließlich an die Bewohnerinnen und Bewohner der Region richtet. Um die Unternehmen rauszusuchen, habe ich mir mehrere Websites von anderen Festen oder Firmen angeguckt, wie z. B. das Potsdamer Umweltfest. Die Unternehmen, die von mir gefunden wurden, habe ich dann mit ihren Kontaktinformationen in eine Exceltabelle geschrieben. Das selbstständige Raussuchen der Informationen hat mir nochmal klar gemacht, wie wichtig es ist, in einer PR-Agentur eigenständig arbeiten zu können, um das Team zu unterstützen und die Deadlines einzuhalten. 

In meiner ersten Praktikumswoche durfte ich an einem Teamtag teilnehmen. Das Thema war: Zwischen Haltung und Handlung. Es ging um den Umgang mit fremdenfeindlichen Aussagen im beruflichen Kontext. Das Thema selbst fand ich sehr spannend und ich habe mich auch sehr auf den Teamtag gefreut. Ich kenne ähnliche Events schon aus dem schulischen Kontext. Dieser war aber eine neue Erfahrung, weil er auf das berufliche Leben und den Umgang mit Kunden und Mitarbeitern bezogen war.

Wir haben uns in der Nähe vom Campus Jungfernsee getroffen und dort den Teamtag mit allen Mitarbeitern von PK veranstaltet. Es war sehr schön, mitzuerleben, wie sich jeder dort verhalten hat und was die verschiedenen Leute für Meinungen haben. Mir ist beim Teamtag aufgefallen, dass wir alle ungefähr die gleichen Werte vertreten, was mich sehr gefreut hat. Ich konnte dort auch viel darüber lernen, wie man sich gut verständigt, seine eigene Meinung rüberbringt und wie man Grenzen setzt, z. B. wenn jemand menschenfeindliche Aussagen tätigt. Auch im Verhältnis zur Arbeit, z. B. wenn man mit einem Kunden arbeitet, der eine Meinung vertritt, die man selbst nicht unterstützt. Wie man sich dann sachlich äußert und ob man sich überhaupt in dem Moment äußern sollte. Insgesamt fand ich den Teamtag interessant und ich habe auch mitgenommen, dass ich, bevor ich direkt in den Angriffsmodus gehe, mich erstmal beruhige, durchatme und nachdenke.

Das Praktikum bei PK Hagenau war für mich ein voller Erfolg und hat sich sehr gelohnt. Ich würde das Praktikum hier jedem weiterempfehlen, der sich für vielseitige und kreative Arbeit mit Menschen und Medien interessiert, wo man organisieren lernt und auch selbstständig arbeiten kann. Ich denke auch darüber nach, nächstes Jahr noch einmal ein Praktikum bei PK zu machen. Es hat mir auch sehr geholfen, meinen Berufswunsch besser zu definieren, was vor allem in meiner Schulzeit sehr wichtig ist.

Alle Mitarbeiter bei PK Hagenau waren sehr lieb zu mir und es war zu jeder Zeit eine entspannte und schöne Arbeitsatmosphäre, wie ich sie mir auch später in meinem Arbeitsleben wünschen würde. Mir wurde immer, wenn ich Fragen hatte, direkt mit einer freundlichen Stimmung geantwortet und auch so, dass ich es direkt verstanden habe. Insgesamt war es eine sehr schöne, lehrreiche und interessante Zeit bei PK.

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