Abschied von PK

Zwischen Potsdam und Berlin – und später vom Homeoffice in Düsseldorf aus – hat Mustafa Görkem mit einer kurzen Unterbrechung drei Jahre lang PK Hagenau begleitet. Nun endet nicht nur diese Zusammenarbeit, sondern für ihn auch die Selbständigkeit als Journalist, Texter und Lektor. Hier ist sein ganz persönlicher Rückblick.

Von Mustafa Görkem

Carsten Hagenau und Mustafa Görkem

Als ich im Januar 2018 zum ersten Mal aus beruflichen Gründen nach Potsdam kam, war mir noch nicht bewusst, wie sehr mich diese Arbeit und Arbeitsstelle später prägen würden. Ich war viel unterwegs, zwischen der Weite Brandenburgs und der Dichte Berlins, zwischen Presseauswertungen, Projekten und Recherchen. Die Tätigkeit bei PK war für mich nicht nur ein Auftrag, sondern ein Einblick in einen Teil Deutschlands, den ich vorher nur aus der Distanz und aus Büchern kannte: in seine Geschichte, seine Spannungen, seine Energie und seine besonderen Herausforderungen.

Als gebürtiger Südwestfale hat mich gerade der Osten Deutschlands in dieser Zeit beschäftigt – beruflich und persönlich. Ich habe Menschen kennengelernt, die ihre Lebenswelten mit großer Offenheit erzählt haben, und andere, die skeptischer blieben. Ich habe Regionen wie Lübbenau gesehen, in denen der Wandel spürbar ist, manchmal als Aufbruch, manchmal als Bruch. Für mich war das lehrreich und auch unbequem. Aber genau darin lag der Wert dieser Arbeit: Sie hat mich gefordert, genauer hinzusehen und zuzuhören.

Ostpaket zum ersten Abschied

Besonders gerne tat ich das bei meinem Chef, Carsten Hagenau. Ich vermisse unsere Gespräche im Flur kurz vor Feierabend sehr. Nahezu alles, was er zu berichten und erzählen hatte, war spannender und interessanter als das, was ich am Schreibtisch und Rechner erledigte. Wie er mich immer wieder wissen ließ, beruhte das auf Gegenseitigkeit. So prägt dieses gegenseitige aufrichtige Interesse unser Verhältnis bis heute. Auch dank ihm kann ich heute behaupten: Ich habe in Potsdam Deutschland ein gutes Stück besser verstanden als zuvor.

Nach meiner Zeit als Angestellter vor Ort, die mit einem liebenswerten Ostpaket von den Kollegen endete, folgte ab Sommer 2023 ein Comeback für weitere knapp 1,5 Jahre – dieses Mal als Selbständiger, zu dem ich in der Zwischenzeit geworden war, aus dem Homeoffice. Die Themen wurden digitaler, die Wege kürzer, aber der Kern der Arbeit blieb gleich: lesen, ordnen, zusammenfassen, austauschen, verständlich machen – Kommunikation im besten Sinne. Ich bin dankbar, dass ich sie in so vielen Facetten erleben durfte.

Ein Kapitel endet, ein neues beginnt

Mit dem Ende meiner Tätigkeit bei PK beende ich zugleich ein größeres eigenes Kapitel: meine Selbständigkeit als Journalist, Texter und Lektor. Viele Jahre lang war sie mein berufliches Zuhause – beweglich, frei, immer wieder herausfordernd. Ich nehme viel daraus mit: die Begegnungen, die Geschichten, die Projekte und vor allem die Erfahrung, dass gutes Arbeiten dort entsteht, wo Vertrauen und Neugier zusammenkommen.

Seit Kurzem beginnt etwas Neues. Ich habe an einer Gesamtschule in Neuss angefangen, Deutsch zu unterrichten, für Kinder, die noch nicht lange in Deutschland sind. Da trifft es sich gut, dass ich einige Jahre in Soest, Heidelberg, Berlin und Brandenburg verbracht habe und gerade in Potsdam Deutschland besser verstanden habe. Bevor das nächste Kapitel geschrieben wird, wollte ich dieses abschließen: mit einem Dank an die Menschen bei PK für die gemeinsame Zeit und an alle, mit denen ich in den letzten Jahren Texte, Ideen und Perspektiven teilen durfte.

Es war eine intensive und lehrreiche Zeit. Sie hat Spuren hinterlassen – gute Spuren, auf die ich im weiteren Leben gerne zurückschauen werde.

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